Yakymenko et al

Oxidative Mechanismen der biologischen Aktivität bei schwachen hochfrequenten Feldern

Igor Yakymenko1, Olexandr Tsybulin2, Evgeniy Sidorik1, Diane Henshel3, Olga Kyrylenko4, Sergiy Kyrylenko5

1Institut für experimentelle Pathologie, Onkologie und Radiobiologie der Nationalen Akademie der Wissenschaften
der Ukraine, Kiew, Ukraine,
2Fakultät für Biophysik, Nationale Landwirtschaftliche Universität von Bila Tserkva, Bila Tserkva, Ukraine,
3School of Public and Environmental Affairs, Indiana University Bloomington, Bloomington, Indiana, USA,
4A.I.Virtanen-Institut, Universität von Ost-Finnland, Kuopio, Finnland, sowie
5Fakultät für strukturelle und funktionale Biologie, Universität von Campinas, Campinas, SP, Brasilien

Verlauf: Erhalten 10. Januar 2015; Angenommen 12. April 2015; Veröffentlicht online am 7. Juli 2015
Korrespondenz: Igor Yakymenko, Labor für Biophysik, Institut für experimentelle Pathologie, Onkologie und Radiobiologie der Nationalen Akademie der Wissenschaften der Ukraine, Vasylkivska 45, Kiew, 03022 Ukraine; Mail: iyakymen@gmail.com

Schlüsselwörter: Signalübermittlung zwischen Zellen, Krebs, freie Radikale, oxidativer Stress, Hochfrequenzstrahlung, reaktive Sauerstoffspezies

Deutsche Übersetzung für Diagnose-Funk e.V. von Reinhard Tillack. Veröffentlichung der Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Autoren. Es gilt der englische Originaltext.: „Oxidative mechanisms of biological activity of low-intensity radiofrequency radiation“.

Zusammenfassung: Zweck dieser Studie ist die Datenanalyse aus Versuchen zu oxidativen Wirkungen von Hochfrequenzstrahlung niederer Intensität in lebenden Zellen. Die Analyse der derzeit verfügbaren peer-reviewten wissenschaftlichen Literatur ergibt, dass molekulare Effekte in lebenden Zellen durch Hochfrequenzstrahlung niedriger Intensitäten ausgelöst werden; das schließt die starke Aktivierung von wichtigen Signalwegen, die reaktive Sauerstoffspezies (ROS) erzeugen, die Aktivierung von Peroxidation, oxidative Schädigung der DNA und die Änderung der Aktivität antioxidativer Enzyme ein. Die Analyse ergibt, dass von 100 aktuell verfügbaren, begutachteten Studien, die sich mit oxidativen Wirkungen von Hochfrequenzstrahlung niederer Intensität befassen, 93 generell bestätigten, dass Hochfrequenzstrahlung oxidative Wirkungen in biologischen Systemen auslöst. Ein enormes pathogenes Potenzial der hervorgerufenen ROS und deren Beteiligung an Zellsignalwegen erklärt eine Reihe von biologischen/gesundheitlichen Auswirkungen von Hochfrequenzstrahlung niederer Intensität. Dazu gehören sowohl Krebs als auch andere Krankheitsbilder als Krebs. Schlussfolgernd zeigt unsere Analyse, dass Hochfrequenzstrahlung niedriger Intensität ein starker oxidativer Wirkungsfaktor für lebende Zellen
ist, mit einem hohen krankheitserregenden Potenzial. Außerdem sollte der durch die Hochfrequenzstrahlung ausgelöste oxidative Stress als einer der primären Mechanismen der biologischen Aktivität dieser Art von Strahlung anerkannt werden.

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