Ruzicka: Macht Elektrosmog krank ?

Dr.rer.nat. U. Warnke, Universität des Saarlandes

stellt zu meinem Artikel fest : "Eine warnende Stimme, die aufgrund des fachlichen Wissens ernst genommen werden sollte."

Ruzicka: Macht Elektrosmog krank ?

von
Univ.-Doz.Dr.Ferdinand Ruzicka – Habilitiert für Medizinische Physik mit besonderer Berücksichtigung der Zytophysik

Die Wortschöpfung "Elektrosmog" geht auf Ulrich Warnke und zwei Kollegen zurück, die sie 1975 das erste Mal verwendeten. Der Begriff wurde durch die Forschungen der letzten Jahrzehnte von ihm auf "Elektro-Magnetosmog" erweitert.

1. Physikalisch – technische Grundlagen
1.1. Elektromagnetische Wellen, elektromagnetische Felder die sich im Raum ausbreiten.

Die Existenz dieser Wellen folgt direkt aus den Maxwell-Gleichungen, ebenso ihre Ausbreitungsgeschwindigkeit im Vakuum . Sie wurden 1886 von H. Hertz erstmals mit Hilfe von elektrischen Schwingkreisen erzeugt (Hertzsche Versuche). Insbesondere zeigte Hertz, dass die elektromagnetischen Wellen dieselben Eigenschaften wie Lichtwellen besitzen. Dadurch wurde eine der größten physikalischen Erkenntnisse des 19.Jh., die Verschmelzung von Optik und Elektromagnetismus, experimentell bestätigt. Elektromagnetische Wellen werden ganz allgemein durch beschleunigte Ladungen erzeugt, z.B. durch oszillierende Dipole (Hertzscher Dipol) oder sich kreisförmig bewegende geladene Elementarteilchen in Speicherringen (Synchrotronstrahlung). Elektromagnetische Wellen kommen in der Natur mit den verschiedensten Frequenzen bzw. Wellenlängen vor: Radiowellen haben bis 108 Hz, Lichtwellen 1014-1015 Hz, und die härteste Gammastrahlung, die sich in der Sekundärstrahlung der kosmischen Strahlung findet, kann 1025 Hz und mehr aufweisen (elektromagnetisches Spektrum). Bei diesen Frequenzen bzw. Energien dominiert allerdings der Teilchencharakter der elektromagnetischen Strahlung (Photonen).
Mathematisch werden elektromagnetische Wellen durch die Telegraphengleichungen beschrieben (Wellengleichung). Jede Lösung dieser Differentialgleichungen stellt eine elektromagnetische Welle dar, es ergeben sich dabei entweder gedämpfte, oder ungedämpfte Wellen. Der einfachste Lösungstyp sind ebene Wellen, die das Feld in hinreichend großem Abstand von beliebigen Erregungszentren approximieren (Fernfeld). Ebene Wellen im Vakuum sind reine Transversalwellen, E und H stehen aufeinander und auf der Ausbreitungsrichtung senkrecht. In einem idealen Isolator ist die Ausbreitungsgeschwindigkeit der weiterhin transversalen Wellen geringer als im Vakuum, ist demnach die Brechzahl des Mediums (Maxwell-Relation). Der mit einer elektromagnetischen Welle verbundene Energietransport wird durch den Poynting-Vektor S = E × H beschrieben (Energie-Impuls-Tensor). Bei einer ebenen Welle ist S parallel zur Ausbreitungsrichtung, im Fernfeld einer Strahlungsquelle radial nach außen gerichtet. Die Intensität I einer elektromagnetischen Welle ist der mittlere Betrag von S.

1.1.1. Allgemeine Eigenschaften von elektromagnetischen Wellen
- transportieren Energie
- im Vakuum kann dämpfungsfrei Eneergie übertragen werden
- im Dielektrikum entstehen Verlusste
- zeigen Interferenz, Beugung, Refflexion, Polarisierbarkeit und Brechung
- Raumwellen
- Ausbreitung mit Lichtgeschwindiggkeit
1.1.2. Spezielle Eigenschaften von Mikrowellen
- polarisierte Transversalwelle - werden an Metallen reflektiert <
- können dielektrische Materialienn durchstrahlen und werden, je nach Polarität, von ihnen mehr oder weniger stark absorbiert
- durchstrahlen Werkstoffe wie verrschiedene Keramiken, Gläser, Porzellane, Kunststoffe
- keine ionisierende Strahlung
1.2. Funktechnik

Funktechnik oder drahtlose Nachrichtentechnik ist ein Teilbereich der Nachrichtentechnik und der HF-Technik, der sich mit der Erzeugung elektromagnetischer Wellen (Funkwellen, Radiowellen, Hertzsche Wellen) und ihrer Anwendung bei der Informationsübertragung und zu Messzwecken befasst. Der Wortstamm »Funk« geht auf die anfangs übliche Erzeugung der Wellen mit Funkensendern zurück und wird auch als Kurzbezeichnung für die Funktechnik oder ihre Teilbereiche verwendet. Wichtige Anwendungen sind die Funkdienste zur Informationsübertragung (Funktelegraphie, -fernschreiben und -telephonie, Rundfunk, Fernsehen, Richtfunk, Sprechfunk, Mobiltelefon), die Funkmesstechnik und Funknavigation (Radar), die Fernwirktechnik (Funkfernsteuerung) sowie die Radioastronomie.
Erst vor einigen Jahren entwickelte sich die Technik so weit, dass die Kommunikation mit gepulsten Frequenzen und damit der Handy-Boom möglich wurde. Jetzt können z.B. bis zu 8 Geräte gleichzeitig auf einer Frequenz bedient werden, wo früher noch 8 Frequenzen nötig waren. Beim Mobilfunk wird beispielsweise ein Gespräch 217 mal pro Sekunde zwischen Sendemast und Handy neu aufgebaut, es können bis zu 8 Gespräche gleichzeitig geführt werden, dementsprechend erhöht sich die Pulsfrequenz.

Sende- bzw. Empfangseinrichtungen für elektromagnetische Wellen im Hochfrequenz-Bereich (Radiowellen, Mikrowellen) sind Antennen. Antennen sind Wellentyp-Wandler, die freie Wellen in leitungsgeführte umwandeln und umgekehrt. Eine Empfangsantenne liefert eine der einfallenden Feldstärke proportionale Wechselspannung, eine Sendeantenne strahlt die zugeleitete Wechselspannung in den freien Raum ab. Bei den meisten Antennentypen (insbesondere beim Hertzschen Dipol) ist die abgestrahlte Welle polarisiert, in großer Entfernung (Fernfeld, Fernzone) linear. In der Nahzone (Nahfeld) haben Sende- und Empfangsantennen unterschiedliche und meist sehr komplizierte Feldverteilungen (Dipolfeld). Die räumliche Verteilung der Sendeleistung in Abhängigkeit vom Raumwinkel wird Abstrahlcharakteristik (Richtdiagramm) genannt. Die Richtwirkung einer Antenne kann durch die Anordnung mehrerer phasengleicher Antennen als Dipolzeile verbessert werden. Eine weitere wichtige Größe ist der Antennengewinn der als Verhältnis zwischen der elektrischen Empfangsleistung einer Messantenne zu dem einer Bezugsantenne definiert ist. Antennen werden außer zur Nachrichtenübermittlung (Nachrichtentechnik) in der Hochfrequenztechnik, vor allem als Messantenne zur Detektion elektrischer und magnetischer Wechselfelder, eingesetzt. Vom Prinzip her ist eine Antenne ein Hertzscher Dipol, bei realen Antennen lässt sich zumindest jedes infinitesimale Leiterelement als Hertzscher Dipol auffassen. Die einfachste Antennenform, die Dipolantenne (Halbwellen-Dipol, s.u.), lässt sich dementsprechend als in die Länge gezogener Schwingkreis betrachten (Länge l), daraus ergibt sich als maximale mögliche Wellenlänge l der ausgesandten Strahlung l = 2l (Grundschwingung, Grundwelle). Eine Abart hiervon ist die Faltdipolantenne. Große Wellenlängen, wie sie im Langwellen- und Hochfrequenzbereich benutzt werden, können mit Hilfe von Impedanzanpassung (Antennenanpassung) mit den unten beschriebenen Typen detektiert werden. Dem liegt zugrunde, dass ein Teil der an eine Sendeantenne gelieferten Wirkleistung abgestrahlt, ein Teil in Wärme umgesetzt wird. Die Antenne kann daher als Verbraucher bzw. Generator mit komplexer, frequenzabhängiger Impedanz Z beschrieben werden (Wechselstromwiderstand). Deren Realteil R setzt sich aus dem Strahlungswiderstand RS und dem (ohmschen) Verlustwiderstand RV zusammen. Z ist bei Sende- und Empfangsbetrieb gleich. Zur Vermeidung von Reflexionen müssen an die Antenne angeschlossene Bauteile (Generator bei Sende-, Verbraucher bei Empfangsbetrieb) eine angepasste Impedanz besitzen, diese Anpassung ermöglicht auch die Abstimmung auf die gewünschte Sende- bzw. Empfangsfrequenz.

Eine häufig verwendete Antenne in der Hochfrequenztechnik ist der kurze elektrische Dipol, der klein gegen die verwendete Wellenlänge des elektrischen Feldes E sein muss (Frequenzbereich einige kHz bis 100MHz). Die Antennenimpedanz Z ist nahezu rein kapazitativ, es wird daher unmittelbar am Dipol ein Verstärker mit großem Eingangswiderstand und kleiner Eingangskapazität verwendet, außerdem ein Hochpassfilter zur Unterdrückung von Störfeldern aus dem 50-Hz-Wechselstromnetz. Statt eines Verstärkers kann auch ein Diodengleichrichter angeschlossen werden, dieser Diodensonde genannte Aufbau kann extrem klein gebaut und für Frequenzen bis einige GHz eingesetzt werden. Weitere häufig verwendete Antennentypen der HF-Technik sind der Halbwellen-Dipol (schmalbandig, bis einige 100MHz, Bezugsantenne für Vergleichsmessungen), die logarithmisch-periodische Antenne (50 bis über 1000MHz, stärkere Richtwirkung als Dipol), die Helixantenne (für Zirkularpolarisation), der Hornstrahler (im Mikrowellenbereich, "Standard Gain Horn") und die Parabolantenne ("Satellitenschüssel"). Ein großer Teil der Mobilfunkanlagen (besonders in Städten) arbeitet mit Sektor-Antennen, welche jeweils einen Winkel von 120 Grad abdecken und somit im Dreieck angeordnet den ganzen 360 Grad-Winkel versorgen. Es gibt bevorzugte Richtungen, die Haupt- und Nebenkeulen und solche, in denen wenig Energie abgestrahlt wird, die sog. Nullstellen. Die äquivalente isotrope Strahlungsleistung (EIRP) gibt an, mit welcher Sendeleistung man eine in alle Raumrichtungen gleichmäßig abstrahlende Antenne (Kugelstrahler) speisen müsste, um im Fernfeld dieselbe Leistungsflussdichte zu erzeugen wie in Hauptstrahlrichtung einer bündelnden Antenne (Mobilfunk-Antennentechnik).

1.2.1. Berechnung der EIRP

Die EIRP lässt sich bei einer realen Antenne aus dem Antennengewinn ermitteln:
EIRP = G.P = 10(g/10).P [W]

Hierbei sind: G: Antennengewinnfaktor
g: Antennengewinn [dBi]
P: Sendeleistung [W]
Beispiel: Bei einer üblichen Mobilfunk-Basisstationsantenne mit einem Gewinn von 17 dBi und einer Sendeleistung von 10 Watt berechnet sich eine EIRP von ca. 501 Watt.

1.2.2.Definition und Berechnung der ERP

Während sich die EIRP auf einen isotropen Strahler (mit kugelförmiger Abstrahlung) bezieht, bezieht sich die ERP auf den Gewinn eines l/2-Dipols. Dieser beträgt 2,15 dB, was dem Faktor 1,64 entspricht.
Beispiel: Aus einer ERP von 10 Watt errechnet sich also eine EIRP von 16,4 Watt.

2. Wirkungsweise von EMF auf biologische Systeme

Die physikalische Möglichkeit eines EMF (Elektromagnetisches Feld) biologische Effekte („Bioeffekte“) in lebenden Zellen oder Geweben auszulösen ist auf drei verschiedene Komponenten zurückzuführen, die Energie, die Intensität und die Struktur des Feldes. Falls eine dieser Eigenschaften Änderungen im zellulären System bewirkt, wird das Feld als bioeffektiv angesehen.

Die vierte Komponente, die Expositionsdauer oder die gesamte Exposition über einen Zeitraum, entscheidet ob die biologischen Effekte vorteilhaft, neutral oder schädigend für das biologische System sind. Es ist eine Frage der Dosis.

Studien haben gezeigt, dass kurze Expositionszeiten oder wenige Expositionen ( bis zu einer halben Stunde an einigen Tagen) von EMF das Abwehrsystem der Zellen stimuliert und dadurch einen vorteilhaften Effekt auslöst, ein Prinzip das z.B. von der Magnetotherapie bekannt ist.

Auf der anderen Seite kann eine Langzeitexposition oder eine sich wiederholende Exposition (was hauptsächlich bei der Benutzung elektrischer Geräte und Handys der Fall ist) das Umschlagen eines vorteilhaften biologischen Effektes, über einen neutralen in einen schädlichen biologischen Effekt bewirken.

Daher ist der Schlüssel dazu ob eine der drei Komponenten: Energie, Intensität und Struktur biologische Effekte auslöst oder nicht, die Expositionsdauer. Sie ist also der entscheidende Faktor ob ein Effekt schädlich ist oder nicht.

2.1. Energie

Das ist jene Komponente eines EMF, die als biologischen Effekt eine direkte Zellschädigung auslösen kann.
Besitzt ein EMF eine hohe Energie (Frequenz ist größer als 750 THz, energiereiche Photonen fähig Elektronen aus ihren Bahnen zu werfen) verursacht es biologische Effekte durch Aufbrechen chemischer Bindungen und Zellzerstörung. Ein solches Feld wird als ionisierend bezeichnet. Unterhalb des sichtbaren Lichtes tragen die EMF eine geringere Photonenzahl und besitzen nicht genügend Energie zu biologischen Schäden. Diese Felder nennt man nicht-ionisierend;

2.2. Intensität

Das ist jene Komponente eines EMF, die als biologischen Effekt eine thermische Zerstörung bewirken kann. EMF die eine hohe Intensität besitzen (Anzahl der Wellen die die Flächeneinheit pro Sekunde durchdringen) über 10 Watt/kg SAR (Spezifische Absorptionsrate) erwärmen und zerstören letztlich die Zellen direkt durch den Temperaturanstieg. EMF mit einer Frequenz von mehr als 1 MHz bewirken vor allem Wärmebildung durch die Bewegung von Ionen und Wassermolekülen verursacht durch die Kraftwirkung hauptsächlich der elektrischen Komponente des externen EMF auf die in den Atomen gebundenen Elektronen. Das ist der Fall beim Mikrowellenofen beim Kochen von Speisen. Jene EMF die eine Intensität unter 10 Watt/kg SAR besitzen und nicht in der Lage sind ein Gewebe zu erhitzen nennt man athermisch.

2.3. Struktur

Das ist jene Komponente des EMF, die alle anderen biologischen Effekte auslösen kann, außer der direkten Schädigung durch die Energie und die Erhitzung durch die Intensität. Kohärente EMF können biologische Effekte bewirken auch wenn die Intensität geringer als 10 Watt/ kg SAR beträgt und auch dann wenn die Intensität nicht ausreicht um einen Temperaturanstieg von weniger als 0, 000 001 Grad im exponierten Gewebe zu bewirken. Diese athermischen Felder werden durch ihre Struktur biologisch aktiv und nicht durch einen Temperaturanstieg im Gewebe.

(Kohärenz - Eigenschaft zweier Wellenzüge, die dann vorliegt, wenn ihre Phasenverschiebung an einem festen Ort entweder für alle Zeiten konstant bleibt oder wenn sie sich gesetzmäßig mit der Zeit ändert. Inkohärenz bedeutet dementsprechend die Abwesenheit einer definierten Phasenbeziehung. Kohärenz ist die Voraussetzung für das Auftreten von Interferenz. Von elektrischen Sendern emittierte Wellen können auf praktisch unbegrenzte Zeit in sich kohärent gehalten werden).

2.4. Natürliche EMF

Der Herzschlag oder die Gehirnaktivitäten sind inkohärente EMF. Das Gehirn und Nervensystem besitzen eine ständige Aktivität schwacher elektrischer Ströme, die mit einem Elektroenzephalogramm (EEG) aufgezeichnet werden. Das Magnetenzephalogramm (MEG) misst die im Kopf und Körper der Testperson erzeugten Magnetfelder - und nicht die elektrischen Potenziale. Ein Magnetenzephalograph registriert jene Magnetfelder, die durch die Bewegung elektrischer Ladungen bei der Erregung von Nervenzellen entstehen. Indes sind diese Magnetfelder extrem schwach - das Erdmagnetfeld beispielsweise ist eine Million mal stärker. Nur hochempfindliche elektronische Detektoren, so genannte SQUIDs (für supra conducting quantum interference device) können die Signale aufspüren. Derlei Sensitivität macht anfällig für Störungen. Den Herzschlag bewirkt ein elektrischer Impuls der mit dem Elektrokardiogramm (EKG) aufgezeichnet wird. Die DNA-Replikation und Zellteilung wird ebenfalls von einem elektrischen Impuls ausgelöst. Es gibt eine ultraschwache Photonenemission (ultraschwache EMF, die sogenannten „Biophotonen“) aus biologischen Systemen, die für die intra-und interzelluläre Kommunikation verantwortlich sind, sie sind kohärente EMF.

2.5. Wirkmodell

Ein nicht-ionisierendes, athermisches, kohärentes EMF ist wegen seiner zu geringen Energie und Intensität nicht in der Lage ein Zellsystem direkt zu schädigen. Entsprechend den physikalischen und biologischen Gesetzen muss die Struktur des EMF (Frequenz, Amplitude und Wellenform) nicht nur zeitlich kohärent sein, sondern auch räumlich. Neben der räumlichen Kohärenz des EMF ist, wie Studien gezeigt haben, auch eine Mindestexpositionszeit von mindestens einer Sekunde notwendig, um eine feststellbare Antwort des Zellkernes zu erhalten. Die Kohärenz erlaubt es Zellen zwischen externen Feldern und thermischen Störfeldern zu unterscheiden sogar wenn die exogenen Felder Größenordnungen schwächer als endogene thermische Störfelder sind. Zellen unterscheiden durch räumliche Kohärenz, z.B. die gemeinsame Wahrnehmung durch eine große Zahl von Rezeptoren in der Zellwand. Die Chemotaxis bei Bakterien ist ein bekanntes Beispiel für zeitliches und räumliches Empfinden von Zellen.

Das wurde in einer Reihe von wissenschaftlichen Arbeiten (Artikel von Fachzeitschrift geprüft, der so genannte “Peer-Review Process”) gezeigt wie etwa Litovitz TA, Krause D, Mullins JM.: Effect of coherence time of the applied magnetic field on ornithine decarboxylase activity. Biochem Biophys Res Commun. 1991 Aug 15;178(3):862-5.

Eine weitere wichtige Publikation (Artikel von Fachzeitschrift geprüft, der so genannte “Peer-Review Process”) die beweist, dass ein nicht-ionisierendes, athermisches, kohärentes EMF biologische Effekte bewirkt, stammt von Lin H, Opler M, Head M, Blank M, Goodman R.;:Electromagnetic field exposure induces rapid, transitory heat shock factor activation in human cells . J Cell Biochem. 1997 Sep 15;66(4):482-8.

Es konnte in weiteren Studien gefunden werden, dass diese Effekte in allen EMF -Frequenzbereichen von 0 Hertz bis in den Terahertz-Bereich (sichtbares Licht) auftreten.

Ist das EMF inkohärent ist es nicht bioeffektiv; nur ein kohärentes EMF ist in der Lage biologische Effekte in Zellen auszulösen. Es kommt bei Superposition eines zeitlich kohärenten EMF, mit einem zeitlich inkohärenten EMF (elektromagnetisches Störfeld) zu keinen Bioeffekten.

J.M. Farrell, M. Barber, D. Krause, T.A. Litovitz: “The superposition of a temporally incoherent magnetic field inhibits 60 Hz-induced changes in the ODC activity of developing chick embryos”

Das wurde in mehreren wissenschaftlichen Publikationen (Artikel von Fachzeitschrift geprüft, der so genannte “Peer-Review Process”) nachgewiesen, u.a.:.Litovitz, T.A., Montrose, C.J., Doinov, P., Brown, K.M., and Barber, M., “Superimposing spatially coherent electromagnetic noise inhibits field-induced abnormalities in developing chick embryos.” Bioelectromagnetics 15: 105-113 (1994).

Diese Untersuchungen wurden an folgenden Universitäten wiederholt und bestätigten diesen Wirkmechanismus von EMF auf Zellen und Organismen: R. Goodman et al., Columbia University, New York, USA ; H.Lai et al., University of Washington, USA; A.H. Martin et al., University of Western Ontario, Canada; S.Kwee et al., University of Aarhus, Dänemark; P.Raskmark et al., University of Aalborg, Dänemark; H.Chang et al., Zhejiang University, China. Die Publikationen dieser Arbeitsgruppen wurden von Fachzeitschrift geprüft, der so genannte “Peer-Review Process”.

Die Folge künstlicher, kohärenter einstrahlender EMF sind Änderungen in der Genexpression (Translation, Transkription) und eine Kaskade von Bioeffekten, die letztlich bei chronischer Einwirkung der kohärenten EMF in Krankheiten münden können.

2.5.1. Überlegungen von Volkrodt („Antennen-Demodulation-Hypothese“)

Über die “Antennenwirkung“ schreibt Dr.Ing. Volkrodt: „Wir wissen, dass unsere Umwelt eine inzwischen kaum mehr vorstellbare Energie in Form von elektromagnetischen Feldern und Wellen enthält. Sie wurde in den letzten Jahrzehnten durch die enorme Verbreitung von UKW-Rundfunk, Fernsehen, Richtfunk, Radar und neuerdings dem Mobilfunk verursacht. Wie kann diese in Wellenform in unserer Umwelt umhergeisternde Energie in elektrische Ströme, also in sich bewegende Leiterelektronen gewandelt werden? Das geschieht mit Hilfe von “Antennen“, also elektrisch irgendwie leitfähigen Gebilden, welche vorbeistreichende elektromagnetische Wellen einfangen und die Feldenergie in strömende Leiterenergie umwandeln. Gäbe es dieses Prinzip nicht, hätte unsere heutige Funktechnik nie verwirklicht werden können. Ein Optimum an gewandelter Energie wird erreicht, wenn die geometrischen Abmessungen von Antennen in bestimmten Verhältnissen zu den Wellenlängen stehen (Resonanzeffekt). Aber auch außerhalb solcher typischer Resonanzbedingungen ist eine Wandlung von Feldenergie in herkömmliche elektrische Energie möglich. Das beweist jeder einfache Transistorempfänger mit Stabantenne, deren Antennenlänge vielleicht für den UKW-Empfang gerade richtig ist, aber dennoch auch Mittel-, Kurz- und Langwellensender oder bei starken Sendern auch UKW ohne ausgefahrene Antenne empfangen kann.
(Man vergleiche die Form Nadelkollektiv - Fernsehantenne und Buchenblattrippen-Caravan-Breitbandantenne. Nadeln und Rippen sind wie technische Antennen aufgebaut. Resonanz tritt bei Nadeln mit etwa ¼ der Wellenlänge auf.). Seit über 50 Jahren kennen wir das “Absaugen“ von Funkenergie. Über solche Effekte war der Verfasser schon am Ende des 2. Weltkriegs informiert. Er war mit einem damals modernen UKW-Funkgerät im Kriegseinsatz. Wegen des Verlusts der zum Funkgerät gehörenden Antennengestelle durch Feindeinwirkung wurde das blanke Ende des Funkgerät-Antennenkabels mit einem Taschenmesser in den Stamm eines möglichst freistehenden Baumes gedrückt. Sowohl der Sende- als auch Empfangsbetrieb funktionierte mit dem Behelf eines Baumes als Antenne einwandfrei. Gleichermaßen war uns Funkern bekannt, dass so mancher Wald, größere Gewässer oder auch Hochspannungsfreileitungen, die das Funkfeld kreuzten, unsere ausgesandten Funksignale regelrecht “absaugten“, so dass bei der Gegenfunkstelle nichts Verwertbares mehr ankam. 1936 wurde anlässlich der Olympischen Spiele in Berlin ein weltweit neuartiges Richtfunksystem vorgestellt. Mit Hilfe von speziellen Antennen wie z.B. parabolartigen Schüsseln wurden elektromagnetische Wellen mit kurzen Längen, anfangs noch 50 cm, heute bis hin zu Millimeterwellenlängen, wie ein Lichtstrahl gebündelt und bis zur gelegentlich über 50 km entfernten Gegenstation z.B. in Form von Telefongesprächen per Funk übertragen. Diese Richtfunkverbindungen existierten im 2. Weltkrieg in großer Zahl von Rußland bis hin zur Normandie. Die Funker, die die Richtfunkstrecken installierten und betrieben, wussten, dass eine theoretische Sichtverbindung zwischen zwei Stationen gewährleistet sein muss. Lag z.B. ein Waldkamm dazwischen, wurde von den Bäumen fast gänzlich die von den Funkwellen transportierte Feldenergie “abgesaugt“. Sie wanderten über Stamm und Wurzeln in den Erdboden. Wo sollte sie sonst auch hin?

Und zur „Demodulation“: „Diese entscheidende Wirkung ist meist völlig unbekannt. Die abgesaugte hochfrequente Energie wird zum Teil in Wärme umgewandelt, der andere Teil wird durch den Baum - wie durch jedes Lebewesen gleichgerichtet. Das nennt man Demodulation. Bei jedem Rundfunk- und Fernsehsender wird nämlich die Information (Ton oder Bild) auf die Trägerwelle als Modulation gebracht: Amplituden-, Frequenz-, Puls- und als schlimmste biologische Störwirkung die Digital-Modulation. Heute wird immer mehr digitalisiert, auf vielen Gebieten, was auch zu immer mehr Krankheiten und Krebs führen muss. Denn es ist ein physikalisches Gesetz: Je größer die Geschwindigkeit einer Spannungs- oder Feldstärkeänderung ist, desto größer ist das induzierte Magnetfeld. Die Aufgabe der Empfangsgeräte ist, die Ton- oder Bildinformation wieder erscheinen zu lassen durch “Demodulation“. Jedes Lebewesen - so auch der Baum - kann diese Demodulationsfunktion, wenn auch nicht ganz vollkommen, erfüllen. Dadurch entstehen im Baum, entsprechend der Modulation (Information) ionale Ströme. (Bei Metallen sind es Elektronen, bei Lebewesen Ionen.)“.

2.5.2. Überlegungen von Warnke

In seinem Vortrag : „Schädigung des Menschen durch Hochfrequenzsender sind seit Jahrzehnten ‚Stand des Wissens’“ Tagungsband 1. Bamberger Mobilfunk-Ärzte-Symposium 29.1.2005 weist Warnke auf die zentrale Rolle der durch magnetische und elektromagnetische Felder induzierten Verschiebung der Redox-Balance im Zusammenhang mit nitrosativem und oxidativem Stress hin. Seit den 80er Jahren sei die überragende Rolle von NO für die vitalen Funktionen unseres Körpers bekannt. Entscheidend für die physikalischen Eigenschaften des NO-Moleküls seien der Spin-Orbit und seine Rotation. Der Spin als innerer Drehimpuls sei eine Größe, die völlig analog zur inneren Energie eines Teilchens oder Moleküls sei. Die Spinstellung im Raum bestimme die Wellenfunktion und die Bindungskoordinaten von Kraft, Zeit, Information. Zu den verschiedenen Spinzuständen und Rotationen gäbe es resonante Hochfrequenzübergänge mit Frequenzen im Mobilfunk- und Kommunikationsfunk – Bereich. Durch das Pumpen mit Mikrowellen könnten höherenergetische Molekül-Emissionen ausgelöst werden, die bis in den optischen Bereich mit mehreren eV Quantenenergie reichen. Dieser Vorgang könne die Bindungseigenschaften des NO-Moleküls selbst und die Bindungseigenschaften benachbarter Moleküle durch z.B. Konformation und Konfiguration von Molekülen beeinflussen.

2.5.3. Eine weitere physikalische Hypothese

Für die Geldrollenbildung durch Mikrowellen gibt es ebenfalls eine physikalische Hypothese. Die Kernidee hinter Sernelius` Modell ist der hohe Wassergehalt in den Zellen. Jedes Wassermolekül hat eine positiv und eine negativ geladene Seite. Diese beiden unterschiedlich geladenen Pole ziehen sich gegenseitig an, wenn auch nur sehr schwach. In einer Zelle spielt diese Anziehungskraft unter normalen Umständen keine Rolle, denn die Wassermoleküle liegen so durcheinander, dass ihre positiven Pole mal hierhin, mal dorthin gerichtet sind. Das ändert sich jedoch beim Anlegen eines wechselnden elektromagnetischen Feldes, wie es zum Beispiel beim Betrieb eines Mobiltelefons entsteht: Die Wassermoleküle richten sich in einem solchen Feld aneinander aus, ergaben die Berechnungen des Wissenschaftlers.

Mit einem vereinfachten Modell von zwei roten Blutkörperchen konnte Sernelius nun berechnen, wie stark eine solche Ausrichtung die Anziehungskraft zwischen zwei simulierten Zellen verändert: Bei einem Feld mit 850 Megahertz, einer Frequenz im Bereich typischer Mobilfunkfrequenzen, stieg die anziehende Kraft in der Simulation um das 100-Milliardenfache an. Die Zahlenwerte seien wegen der starken Vereinfachung zwar nicht auf lebendes Gewebe übertragbar, schreibt Sernelius. Der Anstieg sei jedoch so deutlich, dass ein ähnlicher Effekt auch in echtem Gewebe vorstellbar sei.

2.5.4. Überlegungen von Ruzicka

Nach F.A. Popp’s Hypothese führen „Biophotonen“ die intra- und extrazellulären Informationsübertragungen durch. Die „Biophotonen“ entstammen einem nahezu ideal kohärenten Feld mit wesentlich höherem Kohärenzgrad als ihn technische Laser aufweisen. Popp und Chang haben nachgewiesen, dass die Basis interzellulärer Kommunikation und Organisation mit Hilfe elektromagnetischer Wellen auf destruktive und konstruktive Interferenz durch „phase conjugation“ zurückgeführt werden kann. (F.A.Popp and J.J.Chang: Mechanism of interaction between electromagnetic fields and living organisms. Science in China, Series C, Vol 43, Nr. 5 (2002), 507-518)). Die Zelle wird dabei als kybernetisches System im Verbund Zelle-Organismus betrachtet. Die Informationsübertragung kann nur in Bereichen höchster Transparenz der zellulären Substanzen vorhanden sein. Eine derartige Transparenz liegt für die roten und infraroten Spektralbereiche vor. Nach Auffassung Popp’s besitzen die Zelle und ihre Organellen komplexe Eigenschwingungsspektren. Erwartet werden bei Zellen wenige ortsabhängige Grundschwingungsbereiche, aber stärker lokalisierte ‚Sonderschwingungen’. Weiters sind die einzelnen Schwingungssysteme über informativ – regulierende und energieliefernde Prozesse miteinander gekoppelt. Eine Zelle wird dann pathogen, wenn ihre Schwingungszustände zu stark gedämpft werden. Eine derartige Zelle wäre nicht mehr in den Informationsfluss eingeschaltet und könnte sogar ein schädliches Verhalten entwickeln. Pischinger weist schon 1975 darauf hin, dass es von besonderer Bedeutung ist, wenn es zu Informations- und Regulationsfehlern im unspezifischen Bindegewebe, im Interstitium und dem damit verbundenen Meridiansystem der Akupunktur kommt. Diese Strukturen beeinflussen das Gesamtregulationsverhalten eines Organismus (Ferdinand Ruzicka : Laser in der Medizin (I), 11- 15, Biomed Juli/August 1978 ). Durch EMF wird das kybernetische System der Zelle verändert. Die Visualisierung der Meridiane (meridian-ähnliche-Leitbahnen, MÄL), gelang Schlebusch, K.P., Maric-Oehler, W., and Popp, F.A.: Biophotonics in the infrared spectral range reveal acupuncture meridian structure of the body, JACM 11 (2005), 171-173 : „ MÄL sind dadurch gekennzeichnet, dass sie bevorzugt anzuregen sind. Ganz im Gegensatz zu deutlich erkennbaren ähnlichen, aber nicht mit den Meridianen übereinstimmenden "Reflexionen", die man durch Variation der Relativposition der Anregungsquelle auf der Haut oder gar auf der Oberfläche toter Objekte erzeugen kann. Im Gegensatz zu diesen "Spiegelungen" nach Veränderung der Position der Anregungsquelle bleiben die MÄL relativ ortsfest erhalten, wenn man sie erst einmal angeregt hat. Es dauert oft auch einige Minuten, bis man die MÄL auf der Haut überhaupt stimulieren kann. Mit zunehmender Anregung sind die MÄL dann aber immer leichter anzuregen. Nach Abschalten der Lichtquelle bleiben sie kurze Zeit erhalten. Dieses eigenartige Verhalten kann mit simplen Reflexionseffekten sicher nicht erklärt werden. Man kann nicht erwarten, dass die Meridiane substantiell und reaktiv in besonderer Weise ausgezeichnet sind. Vielmehr handelt es sich bei Nutzung der theoretischen Grundlagen (z.B. R.N.Thomas) um Energieausgleichvorgänge, die sich als "sanfte elektronische Entladungen" jeweils den Weg über bevorzugt angeregte oder anregbare Kollektivzustände der biologischen Materie selbst bahnen. So lässt sich beispielsweise die Bahn, die sich ein Blitz auswählt, räumlich eben nicht als substantielle (morphologische) oder reaktive Besonderheit kennzeichnen. Die Haut als relativ homogenes Medium kann deshalb räumlich auch nicht stark selektiv auf die von Dr. Maric-Ohler und Dr. Schlebusch entdeckte Anregungsmethode reagieren. Die "Meridiane" dürften demnach auch keine ortsfesten Bahnen sein, sondern lediglich elektronisch angeregte Strukturen mit örtlich und zeitlich variablen Wahrscheinlichkeitsverteilungen der Leitfähigkeit für elektromagnetischer Felder bestimmter Frequenzen. Die Meridiane der traditionellen chinesischen Medizin sind demnach ein bestimmter Teil der Maxima jener Durchschnittswerte, die aus den betreffenden Wahrscheinlichkeitsverteilungen zu ermitteln sind. Vermutlich gibt es auch noch weitere Strukturen ähnlicher Art.“ (F.A.Popp, W.Maric-Oehler and K.P.Schlebusch: Symposium Coherence and Electromagnetic Fields in Biological Systems, 01.-04.07.2005, Institute of Radio Engineering and Electronics, Acady of Sciences of the Czech Republic, Prague). Über diese Strukturen gelangen elektromagnetische Felder zu den Organen, Geweben und letztlich den Zellen. Wie experimentell gezeigt wurde löst ein nicht-ionisierendes, athermisches, kohärentes EMF an der Zellmembran- und den Rezeptoren ab einer Sekunde Exposition nachweisbare physikalisch-chemische Wechselwirkungen aus. Es kommt dadurch zu Änderungen der Genexpression (Translation,Transkription) die in der Folge eine Kaskade von Ereignissen bewirken ( Litovitz TA, Krause D, Mullins JM.: Effect of coherence time of the applied magnetic field on ornithine decarboxylase activity. Biochem Biophys Res Commun. 1991 Aug 15;178(3):862-5).

3. Bioeffekte und resultierende Krankheiten

Ein nicht-ionisierendes, athermisches, kohärentes EMF löst ab einer Sekunde Exposition folgende Bioeffekte und daraus resultierende Krankheiten aus (Ergebnisse zahlreicher wissenschaftlicher Arbeiten, siehe Literatur).

4. Das Beispiel der Nationalparkgemeinde Engelhartstetten

Laut Senderkataster gibt es in Engelhartstetten mit ca. 700 Einwohnern und 200 Handys vier GSM- Basisstationen (Senderkataster von Österreich). Die Angaben im Kataster geben nicht genau den Standort und die tatsächliche Sendeleistung an (Stand Dezember 2004). Bei Mobilfunk-Sendeantennen handelt es sich um bündelnde Antennen. Die Stärke der Bündelfähigkeit wird als Antennengewinn bezeichnet. Eine Mobilfunkbasisstation besitzt durchschnittlich 9 Antennen, bei je 10 W Sendeleistung und einem Gewinn von 17 dBi ergibt das einen EIRP von ca. 4509 W.

Die gemessenen Immisionswerte liegen mit bis zu 2000µW/m2; deutlich über dem geforderten Wert von 1µW/m2;. Es handelt sich baubiologisch um starke bis extreme Anomalien. Den höchsten Wert aber habe ich am 20.August 2003 in einem Geschäft neben dem Gemeindehaus mit einer eigenen Mobiltelefonanlage gemessen, nämlich ca. 40000µW/m2;!

Das Mikrowellensyndrom beginnt im allgemeinen mit Schlafstörungen und Konzentrationsschwächen, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Reizbarkeit, Bluthochdruck, führt dann mit individueller Charakteristik zu Herzrhythmusstörungen, Ohrensausen, allergischen Reaktionen, bis hin zu einem veränderten Blutbild. Nach von Klitzing und Maes erkranken einige Menschen bei Langzeitexposition durch Mikrowellen schon ab Leistungsflussdichten unter 10 µW/m2;!

Mikrowellen verursachen Hirnstrom-Veränderungen, die Öffnung der Blut-Hirn-Schranke und das Absterben von Nervenzellen, eine Verringerung der Lymphozytenzahl, eine mangelnde Ausreifung roter Blutkörperchen, eine Erhöhung der Anzahl von Spermien mit verringerter Beweglichkeit und eine Verminderung von Melatonin, das u.a. für die Krebsabwehr wichtig ist.

Dr.W.Bergmann, Freiburg stellte fest: "Die Aussage, bei Einhaltung der Grenzwerte bestehe keine Gesundheitsgefahr, ist wissenschaftlich unhaltbar. Sie bedeutet eine Täuschung, Irreführung und Gesundheitsgefährdung der Bevölkerung."

Dr. Ferdinand Ruzicka
http://www.mikrowellensmog.info