Hecht: Auswertung russ. Studien

Zur Studie

Biologische Wirkungen Elektromagnetischer Felder im Frequenzbereich 0 – 3 GHz auf den Menschen, Studie russischer Literatur von 1960 – 1996 im Auftrag des Bundesministerium für Telekommunikation Auftrag-Nr. 4131/630 402, 14. 11. 1996 >>> [453 KB]

Kurzbeschreibung

Hecht-Studie

Im Auftrag des Bundesinstitutes für Telekommunikation wurde eine Auswertung von 1500 russischen Studienergebnissen und 878 Literaturquellen unter der Leitung von Prof. em. Prof. Dr. med. Karl Hecht vorgenommen.

Wie den Arbeiten zu entnehmen ist, scheinen die Art der EMF und auch die Grenzwerte bei der Erzeugung chronischer Krankheitssymptome nicht die dominierende Rolle zu spielen, sondern die Einwirkungsdauer in Jahren, wenn die Bestrahlung täglich mehrere Stunden (2-8 Stunden) erfolgte. Kurzzeitige EMFBestrahlung, von ca. 10 Minuten täglich, hatten auch bei häufigen Wiederholungen keine wesentlichen bioaktiven Effekte. Als dominierende Symptomatik wird das hypoton ausgerichtete neuro-vegetativ-asthenische Syndrom infolge der Langzeitwirkung der EMF-Wirkungen angegeben (DROGITSCHINA & STADTSCHIKOWA 1964, 1965, 1968, LYSINA et al. 1982, KAPITANENKO 1964, BESDOLNAJA 1987, OWSJANNIKOW 1973, BOJZOW & OSINZEWA 1984, OSIPOW & KALJADA 1968, NIKOLAJEWA 1984).

Objektive Befunde

Als wesentliche Symptome der Langzeitwirkungen, meistens ab dem 3. Einwirkungsjahr beginnend und mit den zunehmenden Einwirkungsjahren (häufig als Dienstjahre bezeichnet) an Intensität und Häufigkeit zunehmend, werden u.a. folgende angeführt:

Subjektive Beschwerden

(nach Drogitschina und Stadtschikowa 1964)

Schlußfolgerung

Abschließend kann eingeschätzt werden, dass das EMF als ein stiller Disstressor bewertet werden kann, dessen bioaktiver Effekt von verschiedenen Faktoren abhängig ist und dessen pathogene Wirkung erst nach Jahren sichtbar wird. Bezüglich des Symptomatik bestehen Ähnlichkeiten mit dem Chronischen Müdigkeitssyndrom (Chronic Fatigue Syndrom CFS).