EUA: Späte Lehren aus frühen Warnungen

SPÄTE LEHREN AUS FRÜHEN WARNUNGEN: DAS VORSORGEPRINZIP 1896—2000

Auszug aus dem Vorwort der Dt. Ausgabe
Die Europäische Umweltagentur (EEA) hat im Jahr 2001 die Monographie „Späte Lehren aus frühen Warnungen: Das Vorsorgeprinzip 1896–2000“ in englischer Sprache veröffentlicht. In dieser Studie wird untersucht, wie das Konzept der Vorsorge in den letzten hundert Jahren von politischen Entscheidungsträgern und -trägerinnen im Umgang mit einer Vielzahl von Risiken angewendet wurde. Risiken, die Wirkungen auf die Gesundheit der Bevölkerung und die Umweltsituation in Europa haben.

Herausgeber der deutschsprachigen Ausgabe:
Umweltbundesamt (UBA)
Postfach 33 00 22; D-14191 Berlin
Telefon: (030) 8903-0; Internet: http://www.umweltbundesamt.de

 

Zum Inhalt

VORWORT 1
DANKSAGUNGEN 5
1. EINLEITUNG 11
1.1. Späte Lehren aus frühen Warnungen:
Wie können wir aus der Vergangenheit lernen? 11
1.2. Was bedeutet das Vorsorgeprinzip? 13
1.3. Ein frühes Beispiel für die Anwendung des Vorsorgeprinzips: London, 1854 14
1.4. Katastrophen vorbeugen: Integration von Wissenschaft und Politik 17
1.5. Literaturverzeichnis 18

2. FISCHEREI: BESTANDSAUFNAHME 19
2.1. Frühe Warnungen 19
2.2. Die britische Fischerei im 19. Jahrhundert 19
2.3. Kalifornische Sardinenfischerei von 1920 bis 1942 22
2.4. Neufundlandkabeljau 23
2.5. Vorsorge wird explizit 26
2.6. Der Ökosystem-Ansatz 29
2.7. Späte Lehren 30
2.8. Literaturverzeichnis 32

3. STRAHLUNG: FRÜHE WARNUNGEN — SPÄTE FOLGEN 36
3.1. Röntgenstrahlen 36
3.2. Radioaktivität und radioaktive Materialien 37
3.3. Erste Schritte zur Kontrolle der Strahlungsbelastung 38
3.4. Die Wasserscheide der Nachkriegszeit: Rechtfertigung,
Optimierung, Begrenzung 39
3.5. Schlussfolgerungen 41
3.6. Literaturverzeichnis 43

4. BENZOL: DIE RISIKEN AM ARBEITSPLATZ —
GESCHICHTLICHER ABRISS ZUR LAGE IN DEN USA UND IN EUROPA 44
4.1. Frühe Warnungen 44
4.2. Reaktionen 45
4.3. Diskussion 49
4.4. Schlussfolgerungen und Lehren für die Zukunft 53
4.5. Literaturverzeichnis 55

5. ASBEST: VOM WUNDERMITTEL ZUM TEUFELSZEUG 59
5.1. Einführung 59
5.2. Die ersten „Frühwarnungen“ zu Asbestose und einige Reaktionen 59
5.3. Frühe Warnungen zur Karzinogenität von Asbest 61
5.4. Frühe erschütternde Warnungen zu Mesotheliomen 62
5.5. Reaktionen des Gesetzgebers und anderer Akteure 63
5.6. Kosten und Nutzen der Reaktionen 66
5.7. Lehren aus dem Fall Asbest 67
5.8. Literaturverzeichnis 71

6. PCB UND DAS VORSORGEPRINZIP 73
6.1. Einleitung 73
6.2. Zunehmende Beweise für Vorkommen, Persistenz und Toxizität 75
6.3. Reaktionen der Industrie und der Regierungen in den
siebziger Jahren 75
6.4. Das wissenschaftliche Verständnis wird fundierter 77
6.5. Reaktionen der Regierungen in den achtziger und neunziger Jahren 79
6.6. Schadstoffexpositionspfade 80
6.7. Der jüngste PCB-Unfall 81
6.8. Schlussbetrachtung 81
6.9. Literatur 84

7. HALOGENKOHLENWASSERSTOFFE,
DIE OZONSCHICHT UND DAS VORSORGEPRINZIP 87
7.1. Überblick 87
7.2. Die Anfänge 88
7.3. Die dreißiger Jahre – Anfänge der FCKW-Industrie 89
7.4. Die siebziger Jahre – erste Zweifel 89
7.5. Das Montrealer Protokoll und das Ozonloch 91
7.6. Späte Lehren 92
7.7. Literatur 95

8. DES: LANGZEITFOLGEN PRÄNATALER EXPOSITION 96
8.1. Einleitung 96
8.2. Optimistische Anfänge 96
8.3. Tragische Folgen 97
8.4. Unwirksamkeit bei der Prävention von Fehlgeburten 98
8.5. Das Ausmaß des Schadens 98
8.6. Lehren aus dem Fall DES 100
8.7. Literatur 103

9. ANTIBIOTIKA ALS WACHSTUMSFÖRDERER —
RESISTENZ GEGEN DEN GESUNDEN MENSCHENVERSTAND 106
9.1. Einführung 106
9.2. Die ersten Frühwarnungen 107
9.3. Reaktionen 107
9.4. Vor- und Nachteile des Einsatzes von Wachstumsförderern 111
9.5. Schlussfolgerungen und Lehren für die Zukunft 111
9.6. Literatur 114

10. SCHWEFELDIOXID: VOM SCHUTZ DER MENSCHLICHEN LUNGE
BIS ZUR WIEDERHERSTELLUNG ENTLEGENER SEEN 116
10.1. Tote Fische, sterbende Wälder 117
10.2. Das CLRTAP-Protokoll von 1985 und die Entwicklung danach 120
10.3. Späte Lehren 121
10.4. Literatur 122

11. MTBE ALS BLEIERSATZ IN OTTOKRAFTSTOFFEN 125
11.1. Einführung 125
11.2. Blei in Ottokraftstoffen 125
11.3. Der Problemfall MTBE 125
11.4. Die Vorteile des MTBE 126
11.5. Die Folgewirkungen von MTBE 127
11.6. Reaktionen 131
11.7. Die gegenwärtigen Trends 131
11.8. Erörterungen im Zusammenhang mit dem Vorsorgeprinzip 132
11.9. Schlussfolgerungen 137
11.10. Literatur 139

12. DAS VORSORGEPRINZIP UND FRÜHE WARNUNGEN
VOR DER KONTAMINIERUNG DER GROSSEN SEEN
DURCH CHEMIKALIEN 144
12.1. Erste auffällige frühe Warnungen 144
12.2. Zeitpunkt und Art der in der Folge eingeleiteten bzw.
unterbliebenen Maßnahmen 145
12.3. Auswirkungen der Reaktionen der Behörden 147
12.4. Kosten und Nutzen 149
12.5. Schlussfolgerungen und die Lektionen für die Zukunft 150
12.6. Literatur 152

13. TRIBUTYLZINN-(TBT)-HALTIGE ANTIFOULING-FARBEN:
EINE GESCHICHTE UM SCHIFFE, SCHNECKEN UND IMPOSEX 155
13.1. Einführung 155
13.2. Das Entstehen des TBT-Problems 156
13.3. Die Bucht von Arcachon 156
13.4. Die Häfen und Küstengewässer des Vereinigten Königreichs 157
13.5. Ein global wirksamer Schadstoff 159
13.6. Wirksamkeit der Überwachungsmaßnahmen an Kleinschiffen 159
13.7. Die Bedeutung der Hochseeschiffe 160
13.8. Fortschritte auf dem Weg zur weltweiten Abschaffung 162
13.9. Die Frage der Alternativen 162
13.10. Späte Lehren aus dem Einsatz von TBT 163
13.11. Schlussfolgerungen: Vorsorgemaßnahmen oder rückwirkende Maßnahmen? 164
13.12. Literatur 166

14. HORMONE ALS WACHSTUMSFÖRDERER:
VORSORGEPRINZIP ODER POLITISCHE RISIKOBEURTEILUNG? 172
14.1. Einführung 172
14.2. Auswirkungen östrogener Präparate auf Wildtiere 175
14.3. Welche Unsicherheiten in Bezug auf die menschliche Gesundheit bestanden
im Zusammenhang mit der Verwendung östrogener Wachstumsförderer? 176
14.4. Hat sich der von der Europäischen Kommission
gewählte Ansatz als fundiert erwiesen? 177
14.5. Schlussfolgerungen 178
14.6. Literatur 178

15. „RINDERWAHNSINN“ — 80ER JAHRE BIS 2000:
WIE DIE VORSORGE DURCH BESCHWICHTIGUNGEN
UNTERGRABEN WURDE 181
15.1. Einführung 181
15.2. Eine neue Rinderseuche 181
15.3. Erste Entscheidungen 182
15.4. Beratung durch Sachverständige und regulatorische Kontrollen 185
15.5. Ein Kartenhaus 186
15.6. Die Fehlschläge und der letztliche Zusammenbruch des politischen Gebäudes 190
15.7. Schlussfolgerungen 191
15.8. Literatur 194

16. ZWÖLF SPÄTE LEHREN 196
16.1. Einführung 196
16.2. Zwölf „späte Lehren“ 197
16.3. Die weiter reichenden Auswirkungen der Vorsorge 214
16.4. Literaturverzeichnis 223

17. SCHLUSSFOLGERUNGEN 226
17.1. Späte Lehren aus frühen Warnungen 228

AUTORENBIOGRAFIEN 230